Spielbeitrag

Zielvorgaben nicht erfüllt

Wiesbaden: Eigentlich war die Zielvorgabe klar definiert. Nach zwei Niederlagen in Folge, im Ligaspiel gegen Titelverteidiger RSV Lahn Dill und im Pokal gegen die Baskets Rahden, sollte ein Sieg gegen die Rhine River Rhinos die zuletzt angeschlagene Statistik wieder aufpolieren. Das dies allerdings kein einfaches Unterfangen werden würde, war jedem im Team der Rollers durchaus bewusst. Immerhin nahm das Spiel der Wiesbadener Rhinos in den letzten Meisterschaftsmatches immer weiter Fahrt auf und wichtige Siege gegen Hamburg und München lieferten Selbstvertrauen. Die Zwickauer hingegen, hatten einige Ausfälle zu kompensieren und konnten nun erstmals wieder vollzählig aufs Parkett rollen.
Schon vor dem Spiel wusste Marco Förster, dass »die Tagesform darüber entscheiden wird, welches Team am Ende die Nase vorn habe.« Bereits in den ersten Minuten des Spiels entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, nach zehn gespielten Minuten die Wiesbadener mit einem hauchdünnen Vorsprung von 17:15 Punkten.
Auch in Viertel Nummer zwei ein ähnliches Bild; jedoch brachten sich die Zwickauer durch Fehlpässe und einige Unkonzentriertheiten um die verdienten Körbe. Zu viele Turnover auf Seiten der Schumannstädter, ergo leichte Körbe für Wiesbaden. Entsprechend auch das Ergebnis auf der Anzeigetafel. Ein verdientes 37:31 für die Rhinos.
Im 3. Viertel wirkten die Rollers, auch bedingt durch teils fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, ein wenig verunsichert und weiterhin wartete man vergebens auf die geschlossene mannschaftliche Stärke, welche in vier siegreichen Partien der Schlüssel zum Erfolg war. Zwölf Punkte Rückstand zum Beginn des letzten Viertels sprachen eine überdeutliche Sprache. Doch dann plötzlich schien sich das Kollektiv aus Sachsen zu besinnen; über eine konsequente Pressverteidigung wurde der Gegner erheblich unter Druck gesetzt. Der Plan ging auf: Zwickau schaffte in Minute 36 den vielumjubelten Ausgleich zum 65:65. Sogar ein Korbleger zur Führung war schon erspielt … Im Gegenzug konterte Wiesbaden mit einem erfolgreichen Wurf und zusätzlichen Freiwurf nach Foulspiel; drei Punkte. In den letzten drei Minuten musste Zwickau dem hohen Tempo der Aufholjagd leider Tribut zollen und konnte nichts mehr dagegen setzen.Wiesbaden dagegen kam zu weiteren Körben und erspielte sich mit einem 12:0 Lauf den verdienten nächsten Heimsieg zum 77:65 Endstand.
»Ich bin schon schwer enttäuscht, dass wir einen 12 Punkte Rückstand aufholen, das Momentum auf unsere Seite ziehen konnten und es dann nicht geschafft haben dies zu nutzen«, konstatiert Förster nach dem Match. »Wir haben die Qualität im Team, sind aber gerade nicht in der Lage diese über die vollen 40 Minuten auf den Court zu bringen. Jetzt ist die gesamte Mannschaft gefordert – ein Sieg im nächsten Heimspiel muss her, koste es was es wolle!«
Jan Gans: 31 Pkt.
Karlis Gabranovs: 14 Pkt.
Vytautas Skucas: 10 Pkt.
Rostislav Pohlmann: 4 Pkt.
Benjamin Kenyon: 2 Pkt.
Edgaras Ciaplinskas: 2 Pkt.
Frank Oehme: 2 Pkt.

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