Spielbeitrag

Meister ließ die Muskeln spielen

Auch das dritte Ligaspiel in acht Tagen brachte für die Zwickauer Feuervögel der BSC Rollers weder Überraschungen noch Punkte. Niemand Geringerer als die seit sage und schreibe 40 Pflichtspielen ungeschlagenen Thuringia Bulls rollten zum Schlagabtausch in die Sporthalle Mosel gegen die noch immer ersatzgeschwächten Schumannstädter. Nach der enttäuschenden Niederlage am Nationalfeiertag gegen die Iguanas aus München, konnten die BSC Rollers im Aufeinandertreffen gegen die Bullen aus Thüringen als absoluter Underdog in Summe befreit aufspielen. Auf mehr als ein munteres Auf und Ab durfte bei der derzeitigen Ausgangslage beider Teams im Vergleich niemand hoffen. Dennoch, die Zuschauer wurden für ihr Kommen mit einem überaus unterhaltsamen Basketballspiel belohnt.
Zwar müssen auch die Thüringer derzeit ein paar Ausfälle kompensieren, was den Elxlebener Bullen allerdings kein Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Stark und qualitativ außerordentlich präsentierte sich das Team um Trainer Michael Engel und unterstrich so gleich von Beginn an seine Vormachtstellung und Ambitionen in der diesjährigen Spielzeit.

»Auch wenn eine Niederlage gegen die Thuringia Bulls verschmerzbar ist, ist es für uns dennoch die dritte in Folge und zeigt knallhart unsere momentanen Defizite auf«, bringt es BSC-Trainer Marco Förster nach dem Spiel auf den Punkt. Ein Blick auf die letzten Matches macht deutlich: Es ist noch keine Konstanz im Spiel der Zwickauer zu erkennen. Einerseits schmerzt, aufgrund der geringen Kadergröße, der Ausfall von Spielmacher Benjamin Kenyon deutlich sichtbar und auch das Integrieren des neuen Spielers Mazvydas Butkevicius wird wohl noch eine Weile dauern. Nichtsdestotrotz ist jetzt das ganze Team um Trainer Marco Förster gefordert, dem Negativtrend entgegenzuwirken. Der Fokus gilt nun einzig und allein den nächsten zwei Spielen, am 12. Oktober auswärts in Wiesbaden und am 19. Oktober auf heimischem Parkett gegen die Roller Bulls Ostbelgien. »In den ersten beiden Saisonspielen haben wir dreißig Minuten auf Augenhöhe agiert, aber im letzten Viertel die Spiele verloren. Das ist die 1. Bundesliga, dort musst du über die ganze Spielzeit deine Leistung erbringen, um ein Spiel zu gewinnen«, weiß Förster. Es bleibe nun abzuwarten, wie das gesamte Team mit dieser Situation umgehen wird. Wer allerdings die Mannschaft von Trainer Förster kennt, weiß um das Kämpferherz und den starken Teamzusammenhalt der Zwickauer. »Wir werden uns stabilisieren, davon bin ich überzeugt.« Viel Zeit bleibt ihnen dafür allerdings nicht: Es braucht ein Erfolgserlebnis! (JoKri)
Foto: Bert Harzer / Harzer Pressefotografie

51:92 (12:24, 22:47, 35:71)

Vytautas Skucas 13 Pkt.

Edgaras Ciaplinskas 12 Pkt.

Marianne Buso 7 Pkt.

Mees Hessels 6 Pkt.

Max Chagger 4 Pkt.

Mazvydas Butkevicius 4 Pkt.

Daniel Gehse 3 Pkt.

Frank Oehme 2 Pkt.

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