Spielbeitrag

Licht und Schatten am Doppelspielwochenende

München, Wiesbaden und Zwickau, gleich drei Teams ritterten zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison um den Einzug in das Play-off-Viertelfinale. Entsprechend spannungsgeladen gestaltete sich das Aufeinandertreffen der Rollers mit den Iguanas in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Partie startete ausgeglichen und erwartungsgemäß kampfbetont. Im zweiten Viertel übernahmen aber die Leguane, mit einer hohen Trefferquote, klar das Kommando auf dem Court. Zwickau fand kein wirkliches Gegenmittel und die Bajuwaren konnten, auch dank eines spektakulären 3-Punkte-Buzzerbeater von Center Flo Mach, mit einem komfortablen Vorsprung von 16 Punkten den Pausentee deutlich entspannter genießen, als die Sachsen.
In der zweiten Halbzeit wuchs der Vorsprung der Münchner sogar noch auf 24 Punkte an und die Partie schien frühzeitig entschieden. Den fast schon legendären Kampfgeist der Rollers allerdings konnte auch der überdeutliche Punkteabstand nicht brechen. Und so sollte es im letzten Viertel, wenn auch nur kurzzeitig, nochmal spannend werden, als sich Skucas & Co bis auf elf Punkte herankämpften. Die stark aufspielenden Leguane jedoch ließen sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen und gewannen mit 80:63 nicht nur das Match, sondern wahren damit auch selbst die Chance auf den Einzug in die Play-offs, wohingegen für die Rollers der Zug zur Play-off-Teilnahme leider abgefahren ist.

RBB Iguanas München vs BSC Rollers Zwickau

80:63 (18:15, 46:30, 66:47)

Vytautas Skucas 25 Pkt.
Edgaras Ciaplinskas 10 Pkt.
Rostislav Pohlmann 8 Pkt.
Benjamin Kenyon 8 Pkt.
Marianne Buso 6 Pkt.
Frank Oehme 6 Pkt.

Keine 24 Stunden nach der Auswärtsniederlage in München, empfingen die Zwickauer Feuervögel die Roller Bulls aus St. Vith zum Nachholspiel des 12. Spieltages in der Sporthalle Mosel. »Unser Ziel, den Einzug in die diesjährigen Playoffs zu schaffen, haben wir leider nicht erreichen können. Das tut natürlich weh, aber heute geht es schon weiter und es bringt nichts, den Kopf hängen zu lassen. Wir müssen heute unbedingt reagieren und uns jetzt für die Play-down-Runde eine gute Ausgangsposition erarbeiten«, gab sich Marco Förster kurz vor dem Match gegen die Ostbelgier gewohnt zuversichtlich.

Auch wenn die Vorzeichen, nach dem bitteren verletzungsbedingten Ausfall von Stammspieler Frank Oehme, er hatte sich während des Spiels in München eine Kopfverletzung zugezogen, alles andere als gut standen, brachten die Rollers eine souveräne Partie aufs Parkett. Mit einem offensiv und defensiv sicheren Auftritt in der ersten Halbzeit ( 37:17 ) ebneten sich die Zwickauer den Weg zum am Ende ungefährdeten 72:42 Sieg gegen den direkten Konkurrenten in der bevorstehenden Play-down-Serie. »Das Team hat, nach dem für uns alle enttäuschendem Abschneiden am Vortag in München, eine tolle Reaktion gezeigt und uns damit in eine gute Ausgangsposition für den Kampf um den Klassenerhalt gebracht.« so der Coach der Zwickauer.

An dieser Stelle wünschen wir natürlich unserem Frank eine gute Genesung, damit er hoffentlich bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann. Weitere Informationen über die anstehenden Spieltermine werden wir umgehend nach der Auslosung bekanntgeben.

BSC Rollers Zwickau vs Roller Bulls St. Vith

72:42 (18:9, 37:17, 53:30)

Vytautas Skucas 23 Pkt.
Edgaras Ciaplinskas 19 Pkt.
Marianne Buso 13 Pkt.
Benjamin Kenyon 11 Pkt.
Daniel Gehse 4 Pkt.
Rostislav Pohlmann 2 Pkt.

Foto: Bernd Schattner / Harzer Pressefoto

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