Spielbeitrag

Katerstimmung in Zwickau

Zwickau Krisenstimmung bei den BSClern: Eigentlich hätte es für die Rollers um einen Pflichtsieg gehen sollen, das zumindest war die ausgegebene Devise am gestrigen Samstag im Spiel gegen die zu diesem Zeitpunkt noch sieglosen Koeln 99ers. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das Match auf die leichte Schulter genommen oder gar die Domstädter in ihrer Spielstärke unterschätzt, hatten die Zwickauer sicher nicht, das bestätigt auch Headcoach Marco Förster nach dem Aufeinandertreffen. Allerdings fanden die Westsachsen, abgesehen von einen fünf Minuten-Intervall im dritten Viertel zu keinen Zeitpunkt wirklich ins Spiel. Kollektive Planlosigkeit beschreibt am ehesten den Spielablauf, zumindest auf Seiten der Zwickauer. Einfach Abspielfehler häuften sich zu der eh als bescheiden zu bezeichnenden Verwertung der Korbmöglichkeiten. Drei, teils viermal wurde der Korb der Gegner in einem Spielzug erfolglos anvisiert. Förster wechselte und probierte, redete seiner Mannschaft ins Gewissen- vergeblich! Die Rollers agierten über weite Strecken kopflos, wenig teamorientiert und zeitgleich sichtlich »schockiert«, vom eigenen Unvermögen das runde Leder zu versenken. Lediglich direkt nach der Halbzeitpause blitze kurz das eigentliche Spielvermögen der Muldestädter auf. In einem 8:0-Punkte-Lauf egalisierten sie den Rückstand und gingen kurzzeitig in Führung, das Momentum war zu greifen nah. Und es verstrich…Köln hingegen nutze seine Chancen und kam oft mit einfachen Körben verdient zum Punktgewinn. Dabei war die Trefferquote auf Seiten der jecken Recken auch nicht wirklich rühmlich, dennoch steter Tropfen höhlt bekannterweise den Stein. Das Spiel wog entsprechend lang hin und her und wurde am Ende in den letzten zwei Minuten entschieden. Und da es immer nur einen Glücklichen geben kann, rollten die Kölner mit einem verdient breiten Lächeln in Richtung Heimat, während die Rollers im letzten Heimspiel des Jahres vor heimischen Publikum wenig überzeugten. »Wir brauchen hier jetzt nicht versuchen etwas »schönzureden«, es läuft im Moment einfach nichts zusammen und das tut verdammt weh zu sehen«, spricht Trainer Marco Förster nach dem Match Tacheles. »Aber so ist eben Sport und wir sind ganz allein dafür verantwortlich, uns aus diesem Loch wieder herauszukämpfen. Ich glaube fest an dieses Team – wir werden zurückkommen!

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