Geschichte

Aller Anfang ist schwer!

Die Geschichte des Rollstuhlbasketball in Zwickau reicht fast vier Jahrzehnte zurück. 1977 entstand in der Betriebsportgemeinschaft Motor Thurm eine Abteilung für querschnittsgelähmte Sportler. Anfangs standen noch Sportarten wie Leichtathletik oder Kegeln im Vorder- grund. Doch auch dem in der DDR wenig populären Basketball wurde sich etwas später gewidmet.

In den 80ern gelang der Aufstieg in die DDR- Oberliga, der damals höchsten Spielklasse. Gespielt wurde zu jener Zeit noch im heutigen Reinsdorfer Ortsteil Friedrichsgrün. Nach der Wende 1989/90 folgte auch der sportliche Umbruch. Die Rollstuhlbasketballer zogen nach Zwickau in die Turnhalle der damaligen Pädagogischen Hochschule auf dem Scheffelberg in Eckersbach, welche bis Sommer 2015 die Heimstätte des BSC war. 1991 gliederte man sich in die Hochschulsportgemeinschaft ein, die sich ein Jahr später zum Akademischen Sportverein Zwickau formierte.

In den folgenden Jahren wurde nach Einreihung in das bundeseinheitliche Spielsystem 1991/92 in der Bayernliga ganz von vorne angefangen. Zwickau stieg in die Oberliga Süd (vierthöchste Spielklasse) auf, 1995 dann Regionalliga, 1996 in die 2. Bundesliga Süd. 1998 wurde schließlich nach einer verlustpunktfreien Saison der Aufstieg ins deutsche Oberhaus perfekt gemacht und damit waren die Zwickauer das ersten ostdeutschen Team in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga.

Gleich in der Premierensaison schlossen die Zwickauer die Tabelle mit Rang 3 ab. Zwei Vizemeistertitel folgten, ehe schließlich am 21. April 2002 in der Zwickauer Scheffelberghalle der Meisterpokal in die Höhe gestemmt werden konnte.

Doch konnten die letzten Jahre nicht nur sportlich große Erfolge gefeiert werden. Leider kam es durch verschiedenste Gründe im Jahr 2013 zu finanziellen Unstimmigkeiten, der Verein schlitterte in die Insolvenz. Am 3. November 2014 gründeten ca. 30 Rollstuhlbasketballbegeisterte den heute bestehenden Club, dieser Schritt wurde nötig, um die Sportart Rollstuhlbasketball sowie die Sparte Rollstuhltanz in den bestehenden Strukturen erhalten zu können.

Den Verantwortlichen gelang es, nicht nur den Spielbetrieb der laufenden Saison aufrecht zu erhalten, darüber hinaus konnte das Vertrauensverhältnis zu den meisten Sponsoren erneuert werden. Sehr viel Herzblut, der persönliche Einsatz der Vereinsmitglieder und nicht zuletzt die Erfüllung sämtlicher mit dem insolventen Club geschlossenen Sponsorenvereinbarungen führten zu einer wiedergewonnenen stabilen Finanzstruktur, die den Club positiv in die Zukunft schauen lässt. Seit September 2015 trainieren die Rollers in der Sporthalle Mosel, nachdem die Scheffelberghalle kurzfristig zur Bereitstellung von Notunterkünften für Flüchtlinge benötigt wurde.