Spielbeitrag

Das war wohl nix

Zwickau Alles andere als glücklich wirkte Headcoach Marco Förster beim Verlassen des Courts Richtung Kabine. Eine Rehabilitation hätte es werden sollen, vielleicht auch ein kleiner Dank an die getreuen Fans, die schon so lange auf einen Heimsieg ihrer Rollers warten. Doch am Ende des Tages steht erneut eine bittere Niederlage. »Ich bin schon sehr sauer, denn auch wenn man es über weite Strecken des Spiels nicht gesehen hat – es steckte viel Vorarbeit in dem Spiel«, resümiert der Zwickauer Coach. Der Gameplan stand. Es war alles besprochen »nur leider konnten wir wieder einmal nicht das Umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten.« Was auch daran gelegen habe, dass die Zwickauer Scorer erneut nicht ihr Potenzial aufs Parkett gebracht hätten, so Förster weiter. Bereits in der zweiten Hälfte des ersten Viertels gelangten die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt immer häufiger unter den Korb, zu löchrig agierte die sächsische Defensive. In der Offensive lief es für Skucas und Co nicht wirklich besser, eine niedrige Trefferquote gepaart mit einer recht einfallslosen Spielweise, brachte kaum den notwendigen Punkteerfolg. Fast hatte man das Gefühl die Muldestädter spielten mit angezogener Handbremse. Die Münchner ihrerseits reagierten mit schnellem Konter und hoher, aggressiver Verteidigung, entsprechend kontinuierlich wuchs der punktemäßige Abstand auf die Gastgeber. Den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Zwickauer fast und fanden sich plötzlich mit 19 Zählern Rückstand fast schon außerhalb der Schlagdistanz. Und dann plötzlich blitzten sie kurzzeitig auf, die Energie, das Potenzial, das Kämpferherz der Rollers. Auf ganze fünf Punkte kam man an die Iguanas heran, nur um dann mit einem vermeidbaren Fehler, das Momentum ungenutzt verstreichen zu lassen. München konterte mit einem Doppelschlag und baute in weiterer Folge die Führung erneut kontinuierlich aus. Am Ende stand mit einem Endstand von 55:65 erneut eine bittere, wie vermeidbare Niederlage ins Haus. Von einer moralischen Sinnkrise will Einpunktespieler Frank Oehme allerdings nichts hören.»Wir wissen alle, dass wir besser spielen können und besser spielen müssen.« Zu analysieren wird es dennoch einiges geben, macht Trainer Förster die Gangart für die nächste Trainingswoche deutlich an deren Ende ein Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Champions League Gewinner RSB Thuringia Bulls stehen wird. (Jokri)

Endstand: 55:65 (10:19, 22:33, 39:47)

Edgaras Ciaplinskas 21 Pkt.
Vytautas Skucas 14 Pkt.
Benjamin Kenyon 9 Pkt.
Rostislav Pohlmann 5 Pkt.
Marianne Buso 2 Pkt.
Frank Oehme 2 Pkt.
Zymantas Bucinskas 2 Pkt.

Fotos: Bert Harzer/ Harzer Pressefotos

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