Spielbeitrag

Aufholjagd blieb unbelohnt

Viel vorgenommen hatten sich die BSC Rollers zum Heimspielauftakt am heutigen Sonntag, schließlich sollte auch Wiedergutmachung zum verpatzten ersten Auftritt bei Liganeuling ASV Bonn geleistet werden.
Noch vor Spielbeginn gedachten die Rollers und ihre Fans in einer Schweigeminute ihren kürzlich verstorbenen ehemaligen Vereinspräsidenten, langjährigen Wegbegleiter und Freund Dieter Glaser.
Nun startete der langerwartete erste Schlagabtausch mit dem USC München.
Doch gleich die ersten Minuten liefen nicht nach dem Geschmack der Gastgeber,
zu leicht kamen die Münchner zu ihren Körben und so leuchtete bereits nach fünf Minuten ein Spielstand von 4:12 von der Anzeigetafel.
Headcoach Förster reagierte mit einer Auszeit, so kamen die Rollers besser ins Spiel und verbuchten einige schöne Kombinationen und Abschlüsse für sich. Dennoch das erste Viertel entschieden die Bajuwaren klar für sich. Mit elf Punkten im Rückstand ging es für die Zwickauer in den zweiten Spielabschnitt. (17:28) Auch der Beginn des zweiten Viertel stand ganz im Zeichen von: Zwickau versuchte, München verbuchte! Ein Rückstand von 17 Punkten ließ selbst den geneigten Fan Schlimmes erahnen. Mit einem Unterschied zum vorherigen Spiel gegen Ligaaufsteiger Bonn: Die Zwickauer agierten nicht hektisch und kopflos, sondern versuchten nach einer weiteren Auszeit und über Geduld wieder zurück ins Spiel zu finden. Nun ließen die Rollers ihren bekannten Teamgeist erkennen – Korb um Korb kämpfte sich Skucas, Gans und Co. zurück, um bis zur Halbzeitpause den Abstand auf fünf Zähler zu verkürzen. Die Pause schien den Rollers allerdings nicht so gut bekommen zu sein. Wieder drückten die Münchner, allen voran ein stark aufspielender Suad Sutic, dem Spiel ihren Stempel auf indem sie die Lücken in der Zwickauer Verteidigung zielsicher auszunutzen wussten. Nach dreißig gespielten Minuten rollen die Zwickauer wieder einem 14 Punkte Abstand hinterher.
Und plötzlich waren die Schumannstädter hellwach! Mit konzentrierter Verteidigung und der nötigen Ruhe im Spielaufbau fanden die Westsachsen Punkt um Punkt zurück ins Spiel, nun war auch das nötige Quentchen Wurfglück auf Seiten der tüchtigen Zwickauer. Zeitgleich sank die Trefferquote der Münchner und die Rollers eröffneten ihre stärkste Phase in diesem Spiel.
Drei Minuten vor Spielende, nur noch drei Punkte Unterschied. Auszeit München. Jetzt wog das Spiel hin und her – Fehler auf beiden Seiten und zwei weiterer Punkte für die Gastgeber. 69:70 – Die Zuschauer hielt nichts mehr auf den Rängen!
Doch es war einfach nicht der Tag der Rollers – ein umstrittenes unsportliches Foul der Zwickauer, gab den Münchnern die Möglichkeit mit einem Freiwurf und folgendem Einwurf alles klar zu machen. Doch nicht ganz – beim Stand von 69:72 versuchten die Rollers mit drei 3-Punktewürfen den Ausgleich zu erzwingen, aber Fortuna war heute keine Zwickauerin und die Bälle hüpften in den Korb und doch wieder heraus! Ein weiteres fragwürdiges Foul der Gastgeber brachte die Entscheidung am heutigen Sonntag – 69:73 lautete das Endergebnis!
„Zwei gute Viertel reichen leider nicht aus, ein solches Spiel zu gewinnen“, resümierte Marco Förster nach Spielende. „Es fehlt uns noch eindeutig an Stabilität.“ Doch trotz des weiteren Rückschlages, sieht der Coach auch einen Forstschritt in der Entwicklung seiner Mannschaft. „Ohne die Niederlage schönreden zu wollen, bin ich zuversichtlich, dass wir aus dem zweiten und vierten Viertel im heutigen Spiel viel Positives herausziehen können, um unsere beste Leistung künftig in allen vier Vierteln aufs Parkett zu bringen.“ (JoKri) Fotocredit: Bert Harzer, HARZER PRESSEFOTOS

Punkteverteilung:

Gans J. 23 Pkt.
Skucas V. 15 Pkt.
Gabranovs K. 9 Pkt.
Gehse D. 8 Pkt.
Ortmann A. 6 Pkt.
Oehme F. 4 Pkt.
Pohlmann R. 4 Pkt.

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