Spielbeitrag

Final Four DRS Pokal 2016

Final Four – Wochenende im DRS Pokal 2016

Elxleben / Bereits am Samstagvormittag rollte der Mannschaftsbus der BSC Rollers vom heimischen Hof Richtung Elxleben. Auch wenn man erst das zweite Halbfinale des Tages persönlich zu bestreiten hatte, wollte man doch die erste Partie der beiden Kontrahenten aus dem 1.Halbfinale RSV Lahn Dill und BG Baskets Hamburg um keinen Preis versäumen. Immerhin würde man am Sonntag verlässlich auf einen der beiden treffen. So oder so also eine wichtige Lektion. Am Ende setzten sich nach einem hart umkämpften und denkbar knappen Spiel der RSV Lahn-Dill mit 58:56 gegenüber den Hamburgern durch.

Für Zwickau sollte der erste direkte Gegner im Halbfinale des DRS Pokal kein geringerer sein als Final Four-Ausrichter und Ligadominator RSB Thuringia Bulls.

Entsprechend hieß es volle Konzentration auf die Thüringer Truppe zu legen.

Im Start Line up der Rollers gab Coach Förster neben Rostislav Pohlmann, Vytautas Skucas, Ben Kenyon, Frank Öhme erstmals Daniel Gehse die Chance sich zu beweisen.

Leider merkte man den Zwickauern die lange Spielpause seit Saisonende deutlich an, den Sachsen gelang es dennoch den haushohen Elxlebner Favoriten zumindest im ersten Viertel mit 15:17 Punkten noch auf Schlagdistanz zu halten. Die Thüringer ihrerseits erhöhten nun den Druck bis zur Halbzeit deutlich und zwangen Coach Förster mit massiver Pressverteidigung zur Umstellung des Line up´s. Nun versuchten Pohlmann, Skucas, Ortmann, Kenyon und Erskine den Bullen die Stirn zu bieten. Genutzt hat es indes nicht viel, die Zwickauer mussten nach zwanzig Minuten ein ernüchterndes 19:39 akzeptieren. Marco Förster nutzt die Halbzeitpause seine Mannschaft nochmals einzuschwören und einige taktische Umstellungen zu besprechen, so gelang es im dritten Viertel wieder, vermehrt ins Spielgeschehen einzugreifen und so konnten die Rollers somit zumindest den Abstand zum Team der Bulls konstant halten. Aber auch in dieser Phase des Spiels drückten die Thüringer kompromisslos dem Spiel ihren schnellen und physischen Stempel auf – Zwickau hatte nichts mehr dagegenzusetzen und mussten am Ende ein 42:80 hinnehmen!

Sonntag 12 Uhr dann der Tip-Off zum Spiel um Platz 3 im DRS Pokal 2016 gegen die BG Baskets Hamburg. Während der Saison konnten die Sachsen die beiden Begegnungen mit den Hamburgern zumindest bis zur Halbzeit offen halten, verloren gingen die Partien jeweils in der zweiten Spielhälfte, immer mit deutlichem Punkteabstand. Trotz aller guten Vorsätze starteten die Zwickauer denkbar schlecht ins Match und sahen sich schnell mit einem Zehn-Punkte-Rückstand konfrontiert.

Förster schickte nun einmal mehr, mit Pohlmann, Skucas, Ortmann, Kenyon und Erskine, die größtmögliche Offensivpower der Rollers aufs Parkett. Das Team kämpfte sich Punkt für Punkt zurück, kräftig unterstützt von der Bank, die jeden Punkt wie einen Sieg feierte. Zur Halbzeit war man auf vier Zähler an den Gegner herangerückt. Ein Schlagabtausch auf Augenhöhe entwickelte sich. Das Spiel wog hin und her, dann der Ausgleich der Westsachsen zum 41:41. Das letzte Viertel weiter geprägt von Kampf um jeden Zentimeter und Korb – Hamburg versucht sich abzusetzen doch Zwickau hatte die jeweils passende Antwort parat. Dann das alles entscheidende Momentum: 3min vor Ablauf des 4. Viertels lagen die Zwickauer mit 48:52 zurück, mobilisierten aber nochmals alle Kräfte, sicherten sich den Rebound und fuhren einen Fastbreak. Pfiff! Die Schiedsrichter entschieden auf Offensivfoul! Die mehr als fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung und der resultierende Ballbesitz der Hamburger führten zu einem schnellen Korb. Entsprechend emotional aufgeladen waren Spieler und Betreuer. Coach Förster nahm eine Auszeit, um die Gemüter wieder zu beruhigen. Doch der Spielfluss war gebrochen. Die Hamburger fuhren souverän auf Platz 3 im DRS Pokal 2016, 50:63 der Endstand.

Man kann definitiv nicht sagen, dass das Spiel durch die Schiedsrichterentscheidungen verloren ging, aber in einem Spiel um Platz 3 – drei Minuten vor Schluss eine solche Entscheidung zu treffen, darf einfach nicht passieren. Nach zwei harten Spielen innerhalb zweier Tage erholt man sich mental wie physisch von so einem Aufreger schwer. Uns ist dies leider nicht gelungen und ich bin ob dieser Entscheidung schon etwas enttäuscht, da meine Mannschaft es sich verdient hätte bis zum Schluss um das Spiel zu fighten.“, so Headcoach Marco Förster nach dem Spiel. „Aber egal, ich bin mit der Leistung der Mannschaft heute sehr zufrieden und den 4. Platz kann uns keiner mehr nehmen. Nächstes Jahr gibt es wieder eine Chance sich für das Final Four zu qualifizieren.“

In gut einer Woche startet die Equipe mit den Vorbereitungen auf das Champions League Finale Anfang Mai in Zwickau. (JoKri)

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