Spielbeitrag

1.RBBL -Saison nach Neustart erfolgreich beendet

Ein Auswärtsdoppel zum Saisonende stand bei den Rollers des BSC am vergangenen Wochenende auf dem Spielplan. Es ging in den hohen Norden. Grund hierfür war eine Spielverschiebung am elften Spieltag gegen die Hamburg Baskets, der die Verantwortlichen der Rollers zugestimmt hatten. Zunächst kam es aber am Samstag zum regulären Rückspiel gegen Hannover United.
Die Ausgangslage vor der Partie war recht deutlich – die „jungen Wilden“ um Spielertrainer Martin Kluck standen trotz passabler Leistungen über der gesamten Saison schon als Absteiger fest. Die Rollers hingegen wollten sich keine Blöße geben, ihren Tabellenplatz verteidigen, sowie die Minimalchance auf den Playoff – Einzug vor dem letzten Spiel am folgenden Sonntag in Hamburg wahren.
„Unterschätzen wollten wir die Hannoveraner keinesfalls, da wir uns schon im Hinspiel etwas schwer getan haben. Leider konnten wir auch nur mit 7 Spielern anreisen, zudem waren einige auch gesundheitlich leicht angeschlagen und somit fehlten uns die Wechseloptionen.“, so Coach Förster nach dem Spiel.
Die Heimmannschaft ließ früh im Spiel erkennen, dass sie ihren Fans einen Erfolg zum Abschluss der Saison bieten wollten. Die Niedersachsen setzte Zwickau schon von Beginn an mit einer Pressverteidigung unter Druck, aber Skucas, Pohlmann & Co konnten sich durch Geduld und Teamwork immer wieder lösen und wichtige Punkte erzielen. Bis zum Ende des ersten Viertels verbuchten die Muldestädter einen kleinen Vorsprung von 25:17 für sich. Danach geriet das Spiel durch viele fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen ins Stocken und der zuvor schnelle Spielrhythmus wurde immer wieder unterbrochen. So fassten sowohl Rostislav Pohlmann als auch Andy Ortmann innerhalb von nur vier Minuten rekordverdächtige zwei Fouls ab. Dies spiegelte sich dann auch im Halbzeitstand 35:30 wider. Die Pausenansprache nach zwanzig Minuten brachte glücklicherweise etwas Ruhe in die Mannschaft des BSC. Jetzt lief es wieder rund für die Rollers, die sich sukzessive absetzten und dem Spiel Ihren Stempel aufdrücken konnten.
Hart am Mann und mit starken, überlegten Spielzügen konnten die Rollers mit 55:42 das letzte Viertel in Angriff nehmen.
Hannover warf nochmals alles in die Waagschale, um das Spiel doch noch für sich zu entscheiden. Bei den Schumannstädtern ließ das Fehlen der Wechseloptionen die Kraftreserven merklich schwinden. Die jungen Niedersachsen setzen die Rollers noch einmal ordentlich unter Druck und näherten sich auch auf der Anzeigetafel.
Doch wer die Zwickauer im Laufe der Saison kennengelernt hat, weiß das dieses Team bis zum Schluss kämpft und sich den Vorsprung nicht mehr nehmen ließ.
Am Ende hieß es 67:58.

Am Sonntag rollten die Zwickauer im gut 170 km entfernten Hamburg erneut aufs Parkett, um das noch ausständige Rückrundenduell gegen die Hanseaten vom 11. Spieltag nachzuholen. Auch die Hamburg Baskets hatten sich am Vortag im Rahmen des 18. und letzten offiziellen Spieltages, mit dem amtierenden Meister Lahn-Dill, gemessen. Voller Selbstvertrauen startete das Team von Marco Förster in das Spiel gegen die starken Nordmannen. Es waren aber die Baskets die ersten Akzente setzten und mit 4:0 in Führung gingen. Dennoch schien es zunächst, als hätten die Schumannstädter den Schlagabtausch vom Vortag besser verkraftet.
Nach einem 7:0 Lauf zwangen diese die Hausherren zum ersten Timeout.
Auch nach der Viertelpause (15:17): Hamburg agierte und Zwickau reagierte – schnell und konzentriert. Der Abstand begann sich zu vergrößern. Nun setzte Coach Glinicki auf wechselnde Akzente durch Rotation was sich bezahlt machte, die Hamburger fanden zurück ins Spiel. (27:30) Von der fantastischen ersten Halbzeit war im dritten Viertel bei den Rollers nichts mehr zu spüren, der Korb war wie vernagelt. Die Hanseaten entschieden mit 16:2 Punkten das Viertel und drehten das Spiel in eine vorzeitige Entscheidung.(32:47) Tapfer versuchten die Rollers dem Match nochmals die Wende aufzudrängen, aber egal wie erfolgreich die Zwickauer agierten, Hamburg hatte einfach immer die passende Antwort und ließen den Westsachsen keine Chance ins Spiel zurückzufinden. Am Ende leuchtete ein verdientes 49:69 den Hamburgern entgegen.
„Wir konnten die fehlenden Spieler und die physische Belastung nicht mehr kompensieren – Hamburg hatte einfach die längere Bank und den damit längeren Atem. Die erste Halbzeit war trotz aller Umstände eine unserer besten in dieser Saison – ich kann dem Team keinen Vorwurf machen, sie haben bis zum Ende gekämpft!“ so Coach Förster. (JoKri)

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